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Fördergeld: So profitieren Haus- und Wohnungsbesitzer vom Klimapaket

Pressemitteilung vom

Wer die alte Heizung austauscht und auf erneuerbare Energien umsteigt, bekommt jetzt mehr Fördergeld als in den vergangenen Jahren. Energetische Sanierungen wie Fenstertausch oder Wärmedämmung belohnt der Staat mit einem Steuerbonus und Zuschüssen.

Baustelle mit ausgebauten alten Fenstern und Werkzeug
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In 30 Jahren soll Deutschland klimaneutral sein – das ist eines der wichtigsten Klimaschutzziele der Bundesregierung. Entscheidend dabei ist der Umbau der Energieversorgung auf 100 Prozent erneuerbare Energien. „Heizen mit Öl oder Gas wird in den kommenden Jahren teurer. Grund ist eine neue CO2-Abgabe. Sie wird 2021 mit 25 Euro pro Tonne CO2 erstmals erhoben und steigt dann schrittweise“, sagt Carina Vogel von der Energieberatung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Mehr Fördergeld bekommen, weniger Steuern zahlen

So profitieren Bauherren und Hausbesitzer von der neuen Förderung und bereiten sich optimal auf die kommenden Veränderungen vor:

Maßnahme

Förderung

beantragen bei:

Austausch einer alten Öl- oder Gasheizung gegen eine aus erneuerbaren Energien gespeiste umweltfreundliche Heizung

35 Prozent Zuschuss, plus 10 Prozent Austauschprämie bei Ölheizungen

BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)

Einbau einer Solarthermie-Anlage für Warmwasser / Heizungsunterstützung

30 Prozent Zuschuss

BAFA

Einbau einer Hybridheizung, kombiniert aus Gasbrennwert-Heizung und Solarthermie

40 Prozent Zuschuss, sofern der erneuerbare Anteil mindestens 25 Prozent beträgt

BAFA

Einbau Gasbrennwertheizungen im Gebäudebestand, die spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme zusätzlich Wärme aus erneuerbarer Energie nutzen.

20 Prozent Zuschuss

BAFA

Kosten für den Heizungstausch und energetische Sanierung im selbstgenutzten Wohneigentum

seit Anfang 2020 von der Einkommenssteuer absetzbar. Bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten werden verteilt über drei Jahre berücksichtigt

über Einkommens-steuererklärung

nachträgliche Wärmedämmung der Außenwände oder des Daches, neue Fenster oder Haustüren

Bis zu 40 Prozent für Komplettsanierungen als Effizienzhaus 55.

KfW-Förderbank

Tipps: Darauf kommt es bei geförderten Maßnahmen an

  • Heizungsaustausch frühzeitig planen: Fördermittel gibt es nur für Heizungen, die jünger sind als 30 Jahre. Deshalb ist es ratsam, eine Förderung zu beantragen, bevor die alte Anlage 30 Jahre alt wird.

  • Die Ölheizung hat ausgedient: Für eine neue Ölheizung gibt es keine Förderung. Zudem werden die laufenden Kosten wegen der kommenden CO2-Abgabe steigen.

  • Bei Wärmepumpen vorher Fachleute fragen: Diese können die notwendige Wärmezufuhr aller Räume berechnen. Nur so lässt sich die Anlage so planen, dass sie später effizient läuft. Wärmepumpen funktionieren in der Regel nur in gut gedämmten Häusern und am besten kombiniert mit einer Fußbodenheizung.

  • Achtung: Baumaßnahmen erst beauftragen, wenn die Förderung beantragt und genehmigt wurde. Als ersten Schritt mindestens drei Kostenvoranschläge für förderfähige Leistungen einholen. Die Energieberater der Verbraucherzentrale geben im Beratungsgespräch kostenfrei Tipps, prüfen Angebote und liefern Entscheidungshilfen.

„Bei energetischen Sanierungen kommt es darauf an, dass sie optimal zum Haus passen. Danach richtet sich auch die Wahl des passenden Förderprogramms“, so Carina Vogel. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet an 23 Standorten in Schleswig-Holstein kostenlose Beratung rund um Energie und Sanierung an. Außerdem können Verbraucher für 30 Euro einen Energie-Check buchen. Dafür kommt ein Energieberater ins Haus, macht eine Bestandsaufnahmen und liefert individuelle Empfehlungen.

Mehr Informationen und Terminvereinbarung

www.verbraucherzentrale-energieberatung.de, Tel. 0800 809 802 400 (kostenfrei). Die Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale ist ein Projekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Weitere Tipps und Informationen zur energetischen Sanierung und Fördermitteln gibt es hier.

 
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