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Den Schwachstellen der Heizung auf die Spur kommen

Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit bietet die Energieberatung der Verbraucherzentrale allen Verbrauchern einen Heiz-Check an.

Heizen
Off

Oft zeigen schon die ersten kühlen Tage, dass die Heizung nur eingeschränkt funktioniert. Sie wird nicht richtig warm oder verursacht lästige Geräusche. Am Ende der Heizsaison zeigt sich dann, dass die Energiekosten höher ausgefallen sind als erwartet. Dipl.-Ing. Carina Vogel, Expertin bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, berichtet: „Die Erfahrungen aus der Beratung belegen, dass viele Heizsysteme mehr Energie verbrauchen als notwendig wäre.“

Geringer Einsatz, große Wirkung

Die Heizung lässt sich leicht optimieren. „Lassen Hausbesitzer die Anlagenkomponenten besser aufeinander abstimmen - durch einfache Korrekturen der Regelungseinstellungen oder mit einem sogenannten hydraulischen Abgleich - können sie im besten Fall bis zu 150 Euro im Jahr einsparen. Details ermittelt der Energieberater bei einem Heiz-Check.“

So läuft der Heiz-Check ab

Beim Heiz-Check analysiert der Energieberater die Heizungsanlage: Er misst die wichtigsten Systemtemperaturen und prüft mit Blick auf den Gebäudezustand und den Vorjahresverbrauch, ob die Anlage ideal eingestellt ist. Er kontrolliert, ob die Größe des Kessels zum Gebäude passt und ermittelt, ob das Rohrsystem ausreichend gedämmt ist. Schließlich nimmt er die Komponenten der Anlage wie Kessel, Warmwasserspeicher, Pumpen und Ventile, in Augenschein. Am Ende des zweiten Besuchs wertet der Berater die Messdaten aus und empfiehlt, wie die Heizungsregelung individuell anzupassen ist.

Zwei Termine für bessere Leistung

Nach telefonischer Terminvereinbarung kommt der Energieberater an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zum Verbraucher nach Hause. Zwischen den Terminen zeichnen Messgeräte Temperaturverläufe im System auf. Innerhalb von vier Wochen erhält der Verbraucher per Post einen Bericht, der die Gesamteinschätzung des Heizsystems, die Beratungsergebnisse und die individuellen Handlungsempfehlungen zusammenfasst. Durchschnittlich sparen Haushalte zehn Prozent ihrer Heizkosten, wenn sie die empfohlenen Maßnahmen umsetzen. In manchen Fällen legen die Check-Ergebnisse den Austausch einzelner Komponenten oder der kompletten Heizungsanlage nahe. Dann liegen die Energiesparpotentiale bei bis zu 25 Prozent. 

Das Angebot der Energieberatung der Verbraucherzentrale richtet sich an Verbraucher, die einen Gas-, Öl- oder Holzheizkessel, eine Fernwärmestation oder eine Wärmepumpe besitzen. Durch die Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ist der Heiz-Check im Wert von 303 Euro für 40 Euro erhältlich. Für einkommensschwache Haushalte sind die Angebote der Energieberatung der Verbraucherzentrale kostenlos.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.