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Verbotene Produkte: Ausstellung im Landeshaus zeigt gefährliche Geräte

Pressemitteilung vom

Stecker mit Stromschlag-Gefahr, als Spielzeug getarnte Spionagetechnik oder eine versteckte Kamera im Rauchmelder – solche gefährlichen und verbotenen Produkte zieht die Bundesnetzagentur regelmäßig aus dem Verkehr. In einer Ausstellung im Kieler Landeshaus zeigen die Marktwächter Digitale Welt während der Digitalen Woche Kiel anschaulich, warum die Marktüberwachung lebenswichtig ist.

Ausstellung der Bundesnetzagentur im Kieler Landeshaus
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Wer Agententhriller mag, wird in der Ausstellung reichlich Stoff fürs Kopfkino entdecken: versteckte Videokameras und Mikrophone im Taschenrechner, im Autoschlüssel oder in der Getränkedose sind typische Beispiele. Doch was die Gangsterjagd auf der Kinoleinwand witzig und spannend macht, verletzt im echten Leben das Persönlichkeitsrecht anderer Menschen. Geheime Foto- Film- und Tonaufnahmen sind verboten. 

Fantastische Möglichkeiten, ungeahnte Gefahren

„Die Vorstellung, zuhause oder bei der Arbeit heimlich per Video überwacht zu werden, dürfte für jeden Menschen verstörend und abschreckend sein“, sagt Dr. Sabine Sütterlin-Waack, Ministerin für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung. „Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich immer deutlich machen, dass die moderne, digitale Technik nicht nur fantastische Möglichkeiten, sondern auch ungeahnte Gefahren bietet. Diese Ausstellung belegt dies eindrucksvoll. Mein Ministerium und die Bundesnetzagentur arbeiten im Bereich Marktüberwachung von Produkten zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher eng zusammen.“ Am Donnerstag, den 13. September zwischen 10:30 und 11:30 Uhr, wird sich die Ministerin die Ausstellung ansehen.

Spione im Kinderzimmer und auf dem Schulhof

Überwachung und Spionage machen selbst vor Kindern nicht Halt. Das zeigen Ausstellungsstücke wie ein Teddybär mit versteckter Videokamera oder die Spionagepuppe Cayla. Die Puppe kann Gespräche aufzeichnen und an Dritte senden. Verboten sind auch Smart Watches für Kinder, die mit einer eingebauten SIM-Karte eine Sprachverbindung aufbauen – denn so kann ein Dritter Gespräche des Kindes heimlich mithören.

Gefährliche Laser und Frisiergeräte

Beinahe harmlos wirken die Spionagegeräte im Vergleich zu anderen Ausstellungsstücken, die schwere oder gar tödliche Verletzungen verursachen können. Dazu gehören zum Beispiel Stecker und Ladegeräte mit freiliegenden 230-Volt-Kontakten. Jede Berührung mit solchen Kontakten ist lebensgefährlich. Aus dem Verkehr gezogen wurde auch ein Laserpointer, dessen Lichtstrahl blind machen kann, sowie ein Gerät zum Haare glätten, das bis zu 230 Grad heiß wird. „Die Ausstellung macht deutlich, wie wichtig die Marktüberwachung bei solchen alltäglichen Geräten ist“, sagt Tom Janneck, Teamleiter der Marktwächter Digitale Welt. „Es ist gut zu wissen, dass die Bundesnetzagentur solche Produkte prüft und für Sicherheit sorgt.“ Die Ausstellung zur Marktüberwachung der Bundesnetzagentur ist noch bis Sonntag, den 16. September, zu sehen.

Ausstellung „Marktüberwachung der Bundesnetzagentur“

Bis einschließlich Sonntag, 16.09.2018, täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet,
Führungen jeweils um 13 Uhr,
im Landeshaus, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel, 
Halle 1. Stock, Personalausweis erforderlich.

Marktwächter: Frühwarnsystem für Verbraucher

Die Marktwächter bilden eigene Teams unter dem Dach der Verbraucherzentralen. Sie beobachten und untersuchen den Anbietermarkt aus Sicht der Verbraucher. In Schleswig-Holstein widmen sich die Marktwächter Digitale Welt dem Schwerpunkt Telekommunikation mit seinen vielfältigen Vertragsangeboten für Handy-, Telefon- und Internetnutzung. Gemeinsam mit anderen Marktwächter-Teams sammeln sie Beschwerden, informieren Verbraucher und mahnen Anbieter bei unzulässigen Aktivitäten ab. Leistungsschwache Internetanschlüsse, gescheiterte Vertragskündigungen oder untergeschobene Abos von Drittanbietern sind typische Beispiele für Missstände, denen die Marktwächter in Schleswig-Holstein nachgehen.
 

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