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Die Last mit undurchsichtigen Rechnungen

Pressemitteilung vom

Immer wieder staunen Verbraucher über ihre Mobilfunkrechnungen. Dort tauchen Beträge für Leistungen von Unternehmen auf, die dem Verbraucher in der Regel nicht bekannt sind. Er hat diese weder wissentlich bestellt noch genutzt.

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Dabei handelt es sich etwa um Abonnements von Informations- und Unterhaltungsdiensten oder Serviceleistungen, beispielsweise Hotlines und Ansagedienste.

Genau dies passierte auch der 89-jährigen Verbraucherin Hanna D. Sie bemerkte auf der Rechnung ihres Mobilfunkanbieters plötzlich unter der Rubrik "Leistungen Dritter" einen Betrag in Höhe von 3,40 Euro für die angebliche Nutzung einer nicht näher bezeichneten Leistung. Hanna D. soll diese über die Internetverbindung ihres Smartphones gebucht haben, weiß jedoch gar nicht, wie man überhaupt ins Internet kommt.

"Um dem Geld nicht hinterherlaufen zu müssen, empfehlen wir Ihnen, den eingezogenen Rechnungsbetrag des Mobilfunkbetreibers zurückbuchen zu lassen und nur den Rechnungsbetrag ohne die zusätzlichen Kosten zu überweisen", rät Dr. Boris Wita von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Wenn die Zahlung komplett verweigert oder die Rechnung ohne einen Hinweis an das Mobilfunkunternehmen gekürzt wird, könnten die betroffenen Verbraucher in Zahlungsverzug geraten. Es besteht dann die Gefahr, dass der Mobilfunkbetreiber ein Mahnverfahren einleitet und den Mobilfunkanschluss sperrt.

"Um Ärger schon im Vorfeld zu vermeiden, sollten die Verbraucher bei den Mobilfunkanbietern sogenannte Drittanbietersperren einrichten lassen. Dies ist in der Regel kostenlos und dauert nur wenige Minuten", sagt Wita ab-schließend.

Hilfestellung nebst Musterschreiben erhalten betroffene Verbraucher in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale in Heide, Lübeck, Norderstedt, Flensburg und Kiel.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.