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Vorsicht: Kein Online-Banking oder Shopping über WLAN

Verbraucher sollten vorläufig keine WLAN-Verbindungen mehr für Bankgeschäfte oder Einkäufe im Internet nutzen. Aufgrund der jetzt entdeckten WLAN-Sicherheitslücke können Fremde auf das Konto und damit auf das Geld zugreifen.

Geld abheben am Automaten

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Bankkunden sollten jetzt besonders vorsichtig sein, wenn sie Onlinebanking nutzen, warnt Michael Herte, Experte für Finanzdienstleistungen bei der Verbraucherzentrale. Wegen einer Lücke im weit verbreiteten Sicherheitsstandard WPA2 ist es riskant, über einen WLAN-Router per Computer, Tablet oder Smartphone Bankgeschäfte zu erledigen oder online einzukaufen.

Auf neue Sicherheits-Updates warten

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät dazu, WLAN-Netzwerke vorläufig nicht zu nutzen, wenn es um die Übertragung sensibler Daten geht – so lange, bis das Problem mit neuen Sicherheits-Updates gelöst werden kann. Die WPA2-Schwachstellen ermöglichen Angreifern das Mitlesen und Manipulieren von Datenpaketen, die über ein WLAN-Netzwerk gesendet oder empfangen werden.

Kein Schadenersatz bei fahrlässigem Handeln

Zwar haften Bankkunden in der Regel nur bis zu 150,00 Euro, wenn ein Zahlungsvorgang ohne ihre Autorisierung geschieht. Das gilt jedoch nicht bei grober Fahrlässigkeit. Dass die Verwendung einer nach jetzigen Stand unsicheren WLAN-Verbindung als grob fahrlässig angesehen wird, hält Herte für möglich. Der Bundesgerichtshof hat in einer Entscheidung aus dem Jahr 2012 festgestellt, dass Bankkunden von ihrem Kreditinstitut keinen Schadenersatz verlangen können, wenn sie die erforderliche Sorgfalt außer Acht lassen.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.