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Aktuelle Aufreger aus unserer Beratung

Stand:

Täglich kommen Verbraucher zu uns, weil sie sich über den Tisch gezogen fühlen, ihre Recht nicht bekommen haben oder auf einen Mißstand aufmerksam machen wollen. Dabei erfahren wir immer wieder von unglaublichen Fällen. Unsere größten Aufreger aus der Beratung stellen wir hier vor.  

junger Mann regt sich auf
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XXL-Kosten für einen XS-Kredit

Schnell mal 199 Euro Kredit für zwei Monate aufnehmen und morgen schon das Geld haben? Kein Problem dank Minikredit-Anbieter Cashper – wenn man 81 Euro draufzahlt.

Das Girokonto bis zum Limit überzogen, den Job verloren und dann noch Mahnungen im Briefkasten – in dieser Situation brauchte ein junger Mann aus Schleswig-Holstein eine schnelle Finanzspritze. Im Internet stieß er auf Cashper. Der Anbieter für Minikredite hatte scheinbar den einfachen Ausweg parat: einen Kleinkredit ohne Schufa-Prüfung, ganz bequem per Online-Antrag mit wenigen Klicks, für 7,95 Prozent Zinsen.

Die „2-Raten-Option“ als Extra-Service hat der Anbieter im Online-Formular gleich voreingestellt. Extrakosten: 40 Euro. Da der junge Mann unter Druck stand, wählte er dazu den „Super-Deal: Morgen Geld“ mit Überweisung innerhalb von 24 Stunden. Extrakosten: 39 Euro. 

Unser Fazit: 199 Euro für 60 Tage leihen und 279,88 Euro zurückzahlen – dieses Geschäftsmodell macht selbst unsere Experten für Finanzdienstleistungen sprachlos. Hier wird die Notlage von Menschen ausgenutzt, die wegen Schulden unter Druck stehen. 

Handy geklaut – Versicherung stellt unmögliche Bedingungen

Im Bus, in der Stadt oder im Konzert unterwegs mit dem Handy in der Tasche? Das ist zu riskant, meint die Assurant Versicherung.  

Wenn das Handy beim Stadtbummel aus der Jackentasche gestohlen wird, kommt die Geräteversicherung für den Schaden auf – das dachte ein junger Mann aus Kiel, der sich bei der Assurant Versicherung extra für solche Fälle abgesichert hatte. Doch die Versicherung lehnte ab. Begründung: In seiner Jackentasche hätte er das Smartphone mit „Handauflegen auf den Verschlussmechanismus oder zusätzliches Umhänge- oder Zahlenschloss“ zusätzlich gegen Diebstahl sichern müssen.

An welchen Orten man sein Handy ständig festhalten oder mit Schlössern sichern sollte, zählt die Versicherung in ihrem Ablehnungsschreiben auf: in Bahnhöfen und Flughäfen, auf öffentlichen Plätzen, in Bus und Bahn, bei Konzerten, Festivals, Sportevents, Partys, in Clubs und Diskotheken, in Kaufhäusern und Restaurants… und so weiter.

Unser Fazit: Wer bei dieser Versicherung ein Recht auf Schadenersatz haben will, lässt sein Smartphone wohl besser zuhause – ein Besuch im Restaurant macht ohnehin keinen Spaß, wenn man sein Handy beim Essen nicht loslassen darf.