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Kosten der Energiewende dürfen nicht nur am Verbraucher hängen bleiben

Stand:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Am 15. März ist Weltverbrauchertag.
  • Ein wichtiges Thema sind aus unserer Sicht die Kosten der Energiewende. Denn der Umstieg auf Sonne, Wind und Co. wird bisher im Wesentlichen durch teureren Strom von den Endverbrauchern finanziert.
  • Die Marktwächter untersuchen außerdem ungewollte Wechsel des Strom- und Gasanbieters. Betroffene können den Experten ihre Erfahrungen online mitteilen.
Nahaufnahme eines Stromzählers.
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Der Weltverbrauchertag am 15. März steht für uns in diesem Jahr ganz im Zeichen der Energiewende. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) stellt vor, welche Weichen für eine verbraucherfreundliche Energiewende jetzt gestellt werden müssen.

Die meisten Deutschen stehen hinter der Energiewende und ihren Zielen, von klimaschädlichen und endlichen Stromquellen weg zu kommen. Doch sie tragen auch den größten Teil der Kosten – vor allem durch erhöhte Strompreise. Wir setzen uns für eine Energiewende ein, die gerechter finanziert ist und Sie stärker beteiligt. Die künftige Bundesregierung sollte umsteuern und Verbraucher entlasten.

Der vzbv hat dazu drei Kernforderungen aufgestellt:

  1. Ein Teil der EEG-Umlage in Höhe der Ausnahmen für energieintensive Unternehmen, sollte aus Steuermitteln finanziert werden. Das könnte gerade auch einkommensschwache Haushalte entlasten.
  2. Die Stromsteuer sollte weitgehend abgeschafft werden. Damit könnte der Strompreis für alle Verbraucher gesenkt werden.
  3. Die Netzentgeltbefreiung für Unternehmen sollte aufgehoben werden. Das könnte zu einem sinkenden Strompreis für die Verbraucher führen.

Energieberatung feiert 40. Jubiläum

Beim Energiesparen zu Hause hilft die Energieberatung der Verbraucherzentralen inzwischen schon seit 40 Jahren. Mit bundesweit 550 Energieberatern und mehr als 800 Beratungsstandorten bietet sie das größte interessenneutrale Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland. Der Energiespareffekt durch die rund 100.000 Beratenen eines Jahres entspricht etwa einem 50 Kilometer langen Güterzug voll Steinkohle. In konkreten Zahlen bedeutet das mehr als 3000 Gigawattstunden. Die CO2-Emission wird dabei um rund 1,2 Millionen Tonnen reduziert.

Konkrete Tipps finden Sie bei uns zum Beispiel zum Stromsparen im Sommer, zu Wasch- und Spülmaschinen sowie auf der Seite der deutschlandweiten Energieberatung.

Marktwächter Energie ist untergeschobenen Anbieterwechseln auf der Spur

Der Marktwächter Energie untersucht seit August 2017 den Energiemarkt aus Verbrauchersicht. Die Experten führen aktuell einen Verbraucheraufruf zum ungewollten Strom- und Gasanbieterwechsel durch. Haben Sie ungewollt einen neuen Liefervertrag bekommen oder haben Sie Ihren alten Vertrag angeblich gekündigt, waren das aber nicht selbst? Sie können ihre Erfahrungen online schildern und die dazugehörigen Unterlagen einsenden.

40 Jahre Energieberatung der Verbraucherzentrale in Schleswig-Holstein

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale feiert in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag. Mit 20 Energieberatern und 20 Standorten in Schleswig-Holstein bietet sie das größte unabhängige Beratungsnetz im Land. Die fünf Beratungsstellen der Verbraucherzentrale laden zu einer Lampentauschaktion ein.

Verbraucher können jeweils zwei mitgebrachte funktionstüchtige Glühlampen in der Beratungsstelle gegen eine energieeffiziente LED-Lampe tauschen. „LED-Leuchten verbrauchen bei gleicher Helligkeit bis zu 90 Prozent weniger Energie als klassische Glühlampen“, sagt Carina Vogel, Energieexpertin der Verbraucherzentrale.

Die Umtauschaktion läuft, solange der Vorrat reicht. Terminübersicht: